In unserer Kindertagesstätte gibt es neben den in den Gruppen eingesetzten pädagogischen Fachkräften auch hausinterne Fachdienste:

 

Fachdienst Inklusion

Inklusion (lat.: Dazugehörigkeit, Einschluß) bedeutet, dass alle Kinder das Recht haben, unabhängig von individuellen Stärken und Schwächen gemeinsam miteinander zu leben und voneinander zu lernen. Während es bei der Integration darum geht, Unterschiede wahrzunehmen und vorher Separiertes wiedereinzugliedern, will Inklusion gar nicht erst separieren, sondern allen Beteiligten gleichermaßen ermöglichen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Diese Sichtweise ist eine große Herausforderung, weil die ganze Gesellschaft insgesamt, vor allem aber die Bildungssysteme, immer noch weitgehend selektierend und ausgrenzend sind.

Wir haben uns auf den Weg gemacht, inklusiv zu arbeiten. Dabei war ein wichtiger Schritt der Fachdienst für Inklusion.

Die beiden zusätzlichen Fachkräfte (1 Sozialpädagogin, 1 Fachkraft für Inklusionspädagogik) beraten und begleiten die pädagogischen Mitarbeiterinnen auf dem Weg zur inklusiven Kita. Im Fokus stehen für uns die Kinder: Professionelle Begleitung der Kinder und Beobachtung sind die Grundlagen für eine positive und gelingende Kita-Zeit, aber auch für Entwicklungspläne und Entwicklungsberichte sowie Unterstützungskonzepte für den pädagogischen Alltag in den Gruppen.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist auch die Vernetzung mit relevanten Institutionen und Facheinrichtungen, wie u. a. Frühförderung, Diagnosezentren, Beratungsstellen, niedergelassene Therapeuten, Ärzte / Kinderärzte und Koordinierung entsprechender Angebote innerhalb der Kita.

Darüber hinaus stehen wir jederzeit allen Mitarbeiterinnen, Kindern und Eltern als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

 

Fachdienst Sprachkompetenz

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“

Wilhelm von Humboldt

Seit Oktober 2017 nimmt unsere Kita am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil, welches vom Bundesministerium von Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen wurde und auch gefördert wird. Konkret bedeutet dies, dass dem Kita-Team eine zusätzliche Fachkraft, in unserem Fall eine Dipl.-Sozialpädagogin (FH), zur Seite gestellt wird, welche die Aufgabe hat, in Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleitung, das Team in den folgenden Themenschwerpunkten zu unterstützen, zu beraten und zu begleiten. Diese sind:

-          Alltagsintegrierte sprachliche Bildung

-          Zusammenarbeit mit den Familien

-          Inklusive Pädagogik (als Unterstützung des hausinternen Fachdienstes für Inklusion)

Das Bundesprogramm mit dem Schwerpunkt der alltagsintegrierten Sprachbildung versteht sich hierbei nicht als defizitorientiertes „Förderprogramm“, sondern vielmehr als „Bildungsprinzip“, welches sich ganzheitlich und durch alle Bereiche des Kita-Alltags zieht. Dies wird auch in unserer Einrichtungskonzeption deutlich.

Sprache wird für Kinder von Anfang an (Geburt) und somit auch im Krippen- und Kindergartenalter selbstverständlich und spielend erlernt. Voraussetzung hierfür ist, dass sie in für das Kind bedeutsame Handlungen eingebettet ist (z. B. bei jeglicher Art von Spiel, Ritualen, wie Brotzeit, An- und Ausziehen, etc., im Kontakt mit anderen, u.v.m.), sie diese begleitend hören und „ERLEBEN“. Die Hirnforschung geht davon aus, dass Bildung nur dann gelingt, wenn das Kind in der jeweiligen Bildungssituation „Spaß“ hat, es also nach persönlichen Interessen tatsächlich emotional berührt wird.

Die Methoden, die dahinterstehen, sind der feinfühlige Dialog zwischen Betreuungspersonal und Kind, die kontinuierliche sprachliche Begleitung des kindlichen Handelns, Sprachvorbild sein und den (sprachlichen) Bedürfnissen des Kindes genügend Raum zu geben.

So gelingt es den Kindern „spielend“ Ihren Wortschatz zu erweitern und Sprache auch selbst anzuwenden. Hiervon profitieren Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, Migrationshintergrund oder Sprachauffälligkeiten in besonderem Maße, jedoch gibt dieses „Bildungsprinzip“ bewusst allen Kinder der Einrichtung die Chance zur freien Entfaltung und Erweiterung ihres Sprachpotenzials.